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Lailani und Dara

peek a boo

peek a boo

Lailani wurde am 25. Februar 2008 im Tierpark Berlin geboren. Ihre Mutter ist Tina und ihr Vater ist Johannes. Lailani ist ein besonderer Malaienbär für alle Beteiligten, denn sie war nach ihrer Mutter, der erste Malaienbär im Tierpark Berlin, der wieder natürlich aufgezogen wurde.

Lailani was born on February 25th, 2008 in Berlin, Tierpark. Her mother is Tina and her father ist Johannes. Lailani is a special bear for everybody involved. She was the first malayan sun bear after her mother Tina, that was raised naturally by her mother. 

das ist sicher nicht Tina ;-)

das ist sicher nicht Tina 😉

Immer wieder hatten die Pfleger im Bärenrevier des Tierparks versucht, Tina ihre Kinder aufziehen zu lassen; und es war ja nicht so, dass sie nicht wollte oder nicht gekonnt hätte, im Gegenteil, Tina wollte einfach immer zuviel und pflegte ihre Kinder übertrieben stark, so dass es zu kleineren Wunden bei den Jungtieren kam, die nicht heilen wollten. Und diese Wunden waren es letztendlich, die dann ein Eingreifen der Pfleger und Ärzte notwendig machten.

Again and again, the keepers at Tierpark Berlin tried to let Tina keep her offspring. And it is not, as if she could not or did not want to. Tina wanted to much to intense and so tim and time again, little nibble wounds would not heal properly and it was these wounds that made the decision inevitable to take Tinas babies away from her.

Tina mit Lailani

Tina mit Lailani

Auch Lailani wurde von Tina intensiv betüttelt und beknabbert, aber dieses mal war kein Eingreifen unbedingt nötig. Und so saßen wir im Tierpark im Frühsommer 2008, als uns ein kleiner Bär aus einem hohlen Baum entgegen gestolpert kam, im gleichen Innengehegeteil wie Tina, eine totale Sensation und wir waren gleichzeitig begeistert und fröhlich, für Tina, Lailani, die Pfleger und den Tierpark Berlin.

Erkundungen im Aussengehege im Juli 2006

Erkundungen im Aussengehege im Juli 2006

Lailani was cared for intensely by her mother too, but this time not as skin damaging and no interference by the Tierpark staff was necessary. And so it was, that one day in summer 2008, we were sitting in the indoors enclosures at the sun bears in Berlin, when a little bear stumbled out of a hollow tree trump in the very same enclosure as Tina was. We were happy, excited for the bear, the cub and the keepers.

Dara und Lailani zogen am 4. Dezember 2009 in den Nyíregyházi Állatpark in Sosto, Ungarn.

On december 4th, 2009 Dara and Lailani moved to Nyíregyházi Állatpark in Sosto, Ungarn.

Dara, 6 Wochen alt

Dara, 6 Wochen alt

Am 28. November 2014 war auf der Facebookseite Actu’Zoo zu lesen, dass die beiden Schwestern in den Zoo du Bassin d’Arcachon in der Nähe von Bordeaux umgezogen sind.

On November 28th,  2014 the Facebook page of Actu’Zoo announced that Dara and Lailani moved together to  Zoo du Bassin d’Arcachon near Bordeaux.

Tina – ein Weihnachtsgeschenk

Tschita mit Idi, Tina's Mutter im Jahr 1967

Tschita mit Idi, Tina’s Mutter im Jahr 1967

Alle Malaienbären sind spezielle Bären, aber einige sind eben spezieller. Weihnachtsgeschenk-speziell eben.

All sun bears are special, but some are more special. Christmaspresentspecial so to speak.

Seit Anfang der 70er Jahre lebten im Tierpark Berlin vier oder mehr Bärinnen und ein Bär zusammen; im Jahr 1988 bestand die Gruppe aus den Damen Idi, Balay, Battam und Dehli und dem Ende der 60er Jahre in Kambodscha geborene Krishnan, Nachfolger von Oskar.

Ever since the beginning of the 70s four or more female bears lived together with one male; in 1988 the group had shrunk to four females, Idi, Balay, Battam and Dehli and Krishnan, the young male from Cambodia and successor of Oskar. 

Tina mit Frodo

Tina mit Frodo

Krishnan war kein Kind von Traurigkeit und fand die Gesellschaft von diversen Damen ganz offensichtlich sehr anregend, weswegen er auch alle Weibchen ausgiebigst deckte. Es gab eine Menge Nachwuchs in dieser Zeit, die wenigsten Tiere überlebten und wenn ein Babybär die ersten Tage überlebte, dann in den Händen der Pfleger des Reviers Künstliche Aufzucht des Tierparks Berlin. Ja, so etwas gab es seinerzeit. Ein eigenes Revier, das nur den einen Job hatte, Tiere, die aus welchen Gründen auch immer nicht von ihren Müttern angenommen wurden, großziehen.

Krishnan certainly knew how to enjoy himself and with this entertaining group of females, he began to mate. A lot of infants were born these days but not very many survived. Those who did, had to be taken away from their mothers and sent to the nursery and hand rearing department in the Tierpark. Yes, they had a specific department in Berlin, whose sole job it was to raise whomever was rejected by their mothers by hand.

Tina mit Dara

Tina mit Dara

Djaka (1977), Djogy (1982), Maly (1983), Teddy (1984) und auch Maika (1983) wurden dort groß, da man sie neugeboren lebendig fand und den erwachsenen Bären wegnehmen konnte. Kein Wunder also, dass nach über 10 Jahren, diese Prozedur Standard wurde. Meist überlebten die Kinder, die über Tag geboren wurden, weil dann Aufpasser und Kitapersonal vor Ort waren.

Djaka (1977), Djogy (1982), Maly (1983), Teddy (1984) and Maika (1983) spend their first months there. No wonder this became standard procedure, it worked way better than anything else. Those infants who did survive were the ones being born during the day or in the wee early morning hours, because then keepers to save them and nannies to take care of them were around.

Tina mit Lailani

Tina mit Lailani

Um so überraschter waren die Bärenpfleger, als sie am Morgen nach Heiligabend 1988 zu Arbeit kamen und Bärenkindergeschrei in Idi’s Wurfhöhle hörten. Sofort schmierte ein Pfleger ein Marmeladenbrot um Idi von ihrem Kind abzulenken, aber so einfach war die Sache diesesmal nicht. Idi schnappte sich das Brot und noch bevor ein weiterer Pfleger den kleinen Bären mit einer langen Stange aus der Wurfhöhle angeln konnte, war Idi wieder bei ihrem Kind und schirmte es von der Stange ab. Marmeladenbrot um Marmeladenrot ging das so weiter. Irgendwann schnappte Idi sich ihren kleinen Bären und behielt ihn – unbeholfen wohl – einfach im Arm. Marmelade hin, Brot her, an das Kind war kein Herankommen.

Tina mit Lailani

Tina mit Lailani

So comes christmas morning 1988 and on arrival at work the keepers heard baby bear noises. One of the keepers went to prepare a jam sandwich, the other keeper went to fetch a pole. Jam sandwich to distract mother Idi and the pole to angle for the little bear. But not this time and not with Idi. She took the sandwich and real quick went back to her baby to shield it from the pole. This went on several times and not once did the keepers have a chance to get the baby. In the end, Idi took her little baby and held her – a little clumsy, but still – in her arms. The message was clear, not matter how much jam and sandwich, the baby would not be surrendered.

Lailani, dezent angeknabbert

Lailani, dezent angeknabbert

Es wurde ein Pflegerkriegsrat einberufen, samt Kuratoren und wer sonst noch alles wichtig war, und die Entscheidung war getroffen, den Versuch zu wagen und Idi ihr Kind zu lassen. Der Bärenwagen wurde verschlossen, die Fenster mit Pappe abgedunkelt und um Störungen zu vermeiden, die Käfigsäuberung durch leise Katzenwäsche ersetzt. Nur nicht die junge Mutter stören und alles immer schön auf leisen Sohlen!

In an virtual keeper &  curator powwow it was decided to take the risk and leave the baby to Idi – a first in decades. The bear waggon was closed off, windows covered and cleaning reduced to minimum reducing noise to zero levels. 

das ist sicher nicht Tina ;-)

das ist sicher nicht Tina 😉

Nicht dass sie sich stören ließ. Idi erwies sich als gute Mutter, die durch nichts aus der Ruhe zu bringen war. Die Pfleger konnten hören, dass das Neugeborene vom ersten Tag an ordentlich trank. Vertrauen hatte Idi bekommen, als man ihr das Kind ließ, Kontrolle war besser für das Gemüt der Pfleger.

Not that Idi cared much. She proved herself to be a good mother who was as relaxed as can be. The keepers could hear the baby drink properly and so it was down to trusting (but checking on her also) Idi with her infant.

Tina, dieses seit langen Jahren erste Malaienbärbaby, dass von der Mutter großgezogen wurde, und das erste, einzige und letzte der Fünfergruppe der 80er und 90er Jahre, hat viel mit ihrer Mutter gemeinsam. Sie ist leicht verfressen, durch nichts aus der Ruhe zu bringen und nach einigen Versuchen eine großartige Mutter.

peek a boo

peek a boo

Tina, the first sun bear baby raised by her mother since Battam in 1970 and the last for that matter for a very very long time, has a lot in common with her mother. She likes to eat and she is calm, cool and collected as was Idi. And finally she became a wonderful mother too.

Tina hat lange Jahre mächtig an ihren diversen Nachwüchsen herumgepflegt, teils so intensiv, dass man ihr die Kinder wegnehmen musste, aber dann, nach sechs Kindern (Betty, Bärbel, Johannes, Frodo, Matú und Dara) hat sie Lailani behalten und später auch Linh persönlich großgezogen.

Tina has been overly caring for her many children up to a point, were the young bears had to be taken away from her to be raised by the keepers. But then, after six babes (Betty, Bärbel, Johannes, Frodo, Matú und Dara) all was different. She was able to keep Lailani and three years later she kept Linh as well.

Da isse, Lailani :-)

Da isse, Lailani 🙂

Ich kann mich noch erinnern, als alle wussten, dass Tina ein neues Kind hatte, waren Kris und ich im Tierpark im Malaienhaus. Dara musste sich mit Bärbel abgeben und Johannes war draußen. Wir standen bei Tina vor dem Käfig und schauten ihr beim Futtern zu; wir dachten sie sei alleine und haben sie ein wenig bedauert, dass ihr Kind schon wieder nicht bei ihr bleiben konnte und wie schade das doch ist, und was weiß ich noch nicht alles.

I remember this all very well. One day in June, we all knew Tina had had a baby, and Kris and I went to go see the bears. Dara was with Bärbel and Johannes was outside. Tina was in her compartment eating. No baby was to be seen. So we thought, how sad, it happened again and the keepers had to take the baby. We were kind of sorry for Tina.

Als plötzlich aus einem hohlen Baum ein kleiner Bär spaziert kam. Lailani, klitzeklein, ein paar Monate alt, leicht angeknabbert, aber eben bei Mama Tina. Wir haben vor Begeisterung und Freude ein paar Tränchen verdrückt und lauter gruselige Eisenstangenbilder von Tina und Lailani gemacht. Dann sind die Pfleger gekommen und haben Lailani Blümchen mitgebracht. Oder vielleicht auch Tina. Man weiß es nicht, aber fröhlich waren alle, mitten im Juni!

Malaienbärin Linh im Tierpark Berlin

And then came something very little crawling out of a hollow tree trunk. Lailani, superminismall, slightly nibbled at but nonetheless with her mother Tina. We were so happy, we even cried a little. Finally, no more hand rearing! The keepers came in with little flowers, wether they were for Tina or Lailani, we did not know. But all was good and all were happy.

Erneut! Herzlichen Dank an die Pfleger aus dem Tierpark Berlin, dass sie diese Geschichten mit uns allen teilen!

Bumipol

Einer der klassischen Charakterbären war Bumipol aus dem Zoo Berlin. Bumipol war ein eher bräunlich-grauer Bär und nicht fast schwarz, wie die meisten Malaienbären, die man so in Zoos sieht.

Bumi was one of the classical character bears. He was a more brownish-grey-furred bear than the regular almost black sun bears, that are to be seen in zoos. Bumi was born and lived his whole life in Berlin.

Bumipol

Kris (von der auch fast alle hier zu sehenden Bilder sind) war lange Jahre Patin von Bumi und nicht zuletzt deswegen, war es uns immer wichtig, herauszufinden, wer und woher dieser Bumipol eigentlich war. Was nicht so einfach ist, da unterscheidet sich Bumi’s Historie nicht von seinen Artgenossen in europäischen Zoos, wenn man mal von der Bären im Tierpark absieht.

Kris (from whom are most of the pictures used in this article) was his godmother for years and that is one of the main reasons we always tried and find out who this bear and what his history was. Which is not easy and in this, sun bear history, Bumi is no other than sun bears in all other European zoos, with the grand exception of the Tierpark Berlin sun bears.

Malaienbären Maika und Bumipol im Zoo Berlin

Bumipol wurde am 26. Juli 1984 im Zoo Berlin geboren, Bumis Mutter hörte auf den Namen Speckfalte und sein Vater hatte den Namen Heinz. Bumipol ist der Stiefbruder der zwei Jahre älteren Kölner Malaienbären-Stammmutter Bärlein, deren Vater auch der Berliner Heinz war.

Bumipol was born in 1984 on July 26th. His mother was Speckfalte and his father was Heinz. Bumipol is the stepbrother of Bärlein, the matriarch of Cologne’s sun bears, whose father too was Heinz.

Bumipol

Im Jahr 1987 bekam der Zoo Berlin eine weibliche Bärin aus dem Metrozoo Miami, die dort laut AZA Zuchtbuch als ‚Männchen’ am 28. September 1985 geboren wurde , was ich persönlich nicht so ganz glauben kann, denn….

In 1987 a young female sun bear was send to Berlin from the Metrozoo Miami, who according to the AZA studbook was born a male, which I kind of do doubt, because…

Bumipol

Ich glaube, dass Bumi den neuen Bär, äh, die neue Bärin richtig gut gefunden haben muss und so wurde Bumi am 31.8.1993 das erste Mal Vater einer Tochter namens Motte. Motte wurde nur knapp 5 Jahre alt und starb Anfang 1998 in Berlin.

I believe that Bumi liked this ‚bearboy‘, ehem, girl very much, because it did not take them long after leaving childhood to in 1993, to become parents of a girl, named Motte, who sadly died rather young in 1998.

Ernst und Bumipol

Zu dem Zeitpunkt war zudem Bumi’s, nennen wir sie einfach mal, ‚Jugendliebe‘ aus Miami leider verstorben und Maika, aus dem Tierpark Berlin, sollte ab 1994 seine neue Flamme sein. Lange rumgefackelt hat Bumi nicht und so wurde am 30.08.1995 ihr erster Sohn geboren, der seit 1997 im Zoo Madrid wohnt.

When Motte died, Bumi’s, lets call her, ‚puppy love‘  had passed away already and Maika, originally from Tierpark Berlin, basically swept Bumi’s heart soon after arrival in 1994. So it did not take those two long before they welcomed a young bear boy, born in 1995, to the world. He lives in Spain, Madrid ever since 1997.

Malaienbärin Maika im Zoo Berlin

Im Jahr 2000, am 19. März, wurde ein Mädchen geboren, Josefine, die badende Malaienbärin, die heute in Münster wohnt und im Jahr 2006, am 7. November wurde ein Kerl geboren, Ernst, das schreckliche Kind, dass heute in Jihlava wohnt.

And on March 19th, 2000 Maika became mother to a babygirl, named Josefine, who lives in Münster today and in 2006 Bumi and Maika had another infant, Ernt, the rascal-kid, who lives on Jihlava these days.

Soweit ich das weiß, wurde Bumi erstmalig mit Frau und Kind Josefine vergesellschaftet, wenn auch eher unfreiwillig. Irgendein Schieber war wohl nicht ausreichend geschlossen und so konnte er sich zu Maika und Josefine durchschleichen und sie in Augenschein nehmen. Er hat Josefine laut Erzählungen der Berliner Pfleger einfach auf den Arm genommen und sich dies kleine Wesen mal genauer angeschaut. Maika hatte wohl nichts wesentliches dagegen, zumal Bumi Josefine schnell wieder zurück gab und so konnte die Familie zusammenbleiben.

For all I know Josefine was the first child, Bumi introduced himself too by sneaking through ‚moderately‘ closed cage doors. The keepers told stories about Bumi picking Josefine up, giving her a closer inspection and then hand her back to her mother Maika, who in return apparently did not mind Bumi around at all. So they were a family from then on.

Malaienbär Bumipol im Zoo Berlin

Bumi war ein freundlicher Bär, der so gut wie nie keinen Spaß verstand, ausser bei Rindfleisch, das er nicht nur gerne gegessen hat, sondern mit dem er sich zuerst einmal ordentlich den Kopf eingerieben hat; ob Maika das so toll fand hat sie nicht verraten, aber sie hat ihn weiter machen lassen.

Bumi was a friendly bear, who was always in for a good time unless boiling meat was in the vicinity, which he not only liked to eat, but rub his head in too. Whether Maika found that attractive or not, we do not know, but she sure tolerated this quirk.

Malaienbären Maika und Bumipol im Zoo Berlin

Bumi hat Josefine das Schwimmen beigebracht, erzählen die Berliner Pfleger. Selber habe ich das leider nie gesehen.

Bumi taught Josefine to swim in the moat, as keepers told. I sadly never saw them swimming together.

Mit Ernst, seinem vierten Kind, hat er viel gespielt und gerauft. Und er hat Ernst beigebracht, dass Männer keine Kokosnüsse knacken müssen, dafür hat man Frauen. Das ist eine Unart, die Ernst beibehalten hat, auch in Jihlava lässt er Aja seine Kokosnüsse knacken.

For Ernst Bumi had another lesson. Never to crack coconuts open yourself, that is what girls are for. To this day, Ernst expects Aja to crack coconuts for him.

Ernst, Maika und Bumi

Ernst, Maika und Bumi

 

Man hat Bumi am morgen des 16. Juli 2011 tot in seiner Anlage gefunden. Bumi was found dead in his enclosure on the morning of July 16th, 2011.

Selten ist mir der Tod eines Bären so nahe gegangen. Rarely the death of a particular bear has hit me harder than his.

Hier ist nun Deine Geschichte! Mach’s gut, Kumpel! So, to always remember, here is your story. Take care, pal!

Malaienbären in Münster

Die ersten Aufzeichnungen über  die Malaienbärenhaltung im Westfälischen zoologischen Garten zu Münster, die ich finden konnte, stammen aus der Jubiläumsschrift zu dessen 125-jährigen Geburtstag. So kamen um den Jahreswechsel 1933/1934 unter Führung von Zooinspektor Heinrich Goffart zwei Malaienbären in den Zoo.

The first reports I came across about sun bears in Münster are to be found in the 125-years anniversary edition, in there it says that two sun bears moved to Münster in 1933/1934.

Sue (17. Dezember 1979) mit ihrem Ziehvater Gerald Borges

Sue (17. Dezember 1979) mit ihrem Ziehvater Gerald Borges

Im Jahr 1973 erhielt der zoologische Garten in Münster erneut Malaienbären, drei Mädchen, Sichel, Palette und Angela und einen Kerl mit Namen Walter.  Im darauf folgende Jahr  zogen die vier Bären in den Allwetterzoo um und bekamen Gesellschaft von noch zwei weitere Mädchen namens Lätzchen und Mond.

Then, in 1973, three females bears and one male bear were send to the zoological garden in Münster. Sichel, Palette, Angela and Walter. The four bears moved into the newly built Allwetterzoo Münster one year later. There they got company, two more female bears moved in with them, Lätzchen and Mond.

Ich vermute, dass alle sechs Bären Wildfänge waren und somit ist zu ihrem tatsächlichen Geburtsdatum nichts bekannt. Und ich vermute darüber hinaus, dass die meisten Bären nicht sonderlich alt gewesen sein können, als sie in Münster ankamen, da beispielsweise Sichel mindestens 31-jährig bis Mitte 2004 lebte. Auch Palette lebte bis Mitte 2003 im Allwetterzoo.

Fräulein Sue aus Münster, Erstgeburt in Münster und Handaufzucht geboren im Jahr 1979

Fräulein Sue aus Münster, Erstgeburt in Münster und Handaufzucht geboren im Jahr 1979

I can only assume that all six bears were wild caught and although their actual age is unknown to me, I guess the majority were much rather young than mature bears. Sichel – for example – lived until 2004 in Münster (which would make her 31 yeas of age at least!) and Palette only died one year earlier in Münster.

Im Jahr 1979 wurde der erste Malaienbär im Allwetterzoo geboren, ein Mädchen mit Namen Sue, die von Obertierpfleger Gerald Borges mit der Hand aufgezogen wurde. Ihre Mutter war Sichel und ihr Vater war Walter. Man kann darüber spekulieren, ob Sichel vielleicht noch zu jung für ihr erstes Kind war?  Denn drei Jahre später wurde Sichel erneut Mutter der Bärin Mali und dieses Tier zog sie höchstpersönlich groß.

In 1979 the first ever sun bear was born in the Allwetterzoo Münster, a girl named Sue who was hand raise be head keeper Gerald Borges. Her mother was Sichel, the dad was Walter. One may actually speculate, if Sichel was a little to young to have her first offspring, because three years later, she gave birth to another girl, Mali, and this time she took good care of her and raised her daughter herself.

Mali, geboren am 04. April 1982 mit ihrer Mutter Sichel.

Mali, geboren am 04. April 1982 mit ihrer Mutter Sichel.

Mali war das bis dato letzte Jungtier, das in Münster aufgezogen wurde und nach Walters Tod im Jahr 1993, konnte die Zucht auch mit dem neuen Männchen Klaus, der 1986 im Metrozoo Miami geboren wurde, nicht weiter geführt werden.

Mali was the last sun bear born in Münster. Walter died in 1993 and the new male bear, Klaus who was born at Metrozoo in Miami did not breed with the resident females.

Lätzchen und Angela verließen Münster in den Achzigern, Lätzchen ging 1983 nach Krechting und Angela 1986 in den Ouwehands Dierenpark in Rehnen; somit war mit den beiden Jungtieren wieder der Bestand von 6 Bären im Allwetterzoo gegeben.

Lätzchen and Angela left Münster in the eighties, Angela went to the Ouwehands Dierenpark in Rhenen and Lätzchen was sent to Krechting. Once again, Münster was down to their original 6 sun bears.

Sue, der erste Malaienbärnachwuchs in Münster starb im Jahr 1994 und Mond, die im Jahr 1974 nach Münster kam, starb ein Jahr nach Sue.

Sue died in 1994 and Mond died only one year later.

Damit hatte der Allwetterzoo noch vier Malaienbären, Klaus, Sichel, Mali und Palette. Mali, nach dem Tod von Palette und Sichel die letzte der Malaienbären aus der 70er- und 80er-Generation starb im Dezember 2004.

So for the most of the nineties and the beginning if the 21st century Münster housed four sun bears. With the death of Palette in 2003 and Sichel and Mali in 2004, Münster was down with only Klaus from Miami.

Malaienbären Anlage im Allwetterzoo MünsterMalaienbären Anlage im Allwetterzoo Münster

Zum 01. Juni 2006 zog Josephine aus dem Berliner Zoo, die Tochter vom Bumipol und Maika, zu Klaus. Und 2009 bekamen die beiden Bären ihre Anlage umgebaut und verschönert. Ihre Freianlage wurde naturnah und sehr attraktiv umgestaltet: Statt Beton gibt es jetzt helle Steine und grüne Pflanzinseln, hohe Kletterbäume, mehrere Schattenplätze und viel Rindenmulch zum Wühlen. Die beiden verstehen sich großartig, leider ist von beiden kein Nachwuchs zu erwarten, da Klaus steril ist.

Raufen als Zeitvertreib (Klaus vorne)

Raufen als Zeitvertreib (Klaus vorne)

In June 2006 Josephine from the Zoo Berlin moved to Münster and she obviously took over Klaus by storm. In 2009 both bears were lucky enough to have their enclosure refurbished. Instead of stone and concrete floor, the outdoor enclosure is now dominated by green spots, climbing facilities and bark mulch to dig around. Sadly those two super harmonious bears will not produce offspring as it became apparent, that Klaus is sterile.

Ziemlich beste Freunde (Josi hinten)

Ziemlich beste Freunde (Josi hinten)

Ihre innige Freundschaft scheint auch der Grund zu sein, warum man die beiden Bären zusammen lässt und nicht einen zeugungsfähigen Mann für Josephine nach Münster bringt. Denn dass Josephine Kinder kriegen kann, ist sicher. Sie war in Berlin in recht jungen Jahren einmal tragend, hat aber das Kind nicht angenommen.

Their friendship seems to be the reason, that Münster keeps the bears together and not introduces Josephine to a breeding male. Because – as she has shown in Berlin – Josephine did give birth once but did not keep the newborn.

Quellen:

  • Von Landois zum Allwetterzoo
  • ‚Fecal steroid analysis for monitoring reproduction in the sun bear (Helarctos malayanus
  • http://www.zoofan.de/allwetterzoo/presse/malaienbaerklausistnichtmehrallein.html

Enrichment für die kleinste Hütte

Birne gefunden!

Birne gefunden!

Es wird ja immer viel von Enrichment gesprochen und unterm Strich meinen die meisten doch immer nur Spielzeug und Bälle. Kann man so sehen, reicht aber nicht.

There is always a lot of talk about enrichment but people mostly consider toys and balls as enrichment. Which it is, but that’s not all.

Was haben wir denn hier?????

Was haben wir denn hier?????

Heute habe ich etwas im Kölner Zoo gesehen, das sprichwörtlich für die kleinste Hütte taugt! Erdlöcher! Keine einfachen Erdlöcher, sondern eigentlich Erdrohre, die größtmöglichen Fallrohre, die man in einem Baumarkt finden kann in die Erde versenken – ich würde mal schätzen ca. einen dreiviertel Meter tief – und fertig ist die Beschäftigungs- und Futtereinheit.

Interessante Vertiefung im Boden

Interessante Vertiefung im Boden

Today I saw something at the zoo Cologne that would be doable in just about every even the smallest enclosure. A hole in the ground, or better, a tube in the ground. The bigger down pipe you can find in a do-it-yourself-store actually, the better. My guess, three quarts of one meter deep is enough. And there you have it, your feeding- and enrichment entity.

Nun ist der halbe Arm im Erdloch ;-)

Nun ist der halbe Arm im Erdloch 😉

Wenn morgens im Kölner Zoo die Malaienbären auf ihre Außenanlagen gelassen haben, war vorher ein Pfleger dort um Futter zu verteilen. Das morgendlich verteilte Futter ist aber schnell gefunden und im Bär verschwunden und was soll der Bär dann machen?

Every morning keepers equip enclosures for the sun bears with food. But scattered food is found easily by bears as clever as sun bears and then what? What shall the bear do then? 

Bali hat ein kleines Hügelchen aufgehäufelt

Bali hat ein kleines Hügelchen aufgehäufelt

Beispielsweise könnte er, wie auf den Bildern Bali, fast eine dreiviertel Stunde vor einem Erdloch sitzen in dem neben jeder Menge Holzschredder und Rindenmulch auch noch eine Handvoll Mehlwürmer, Haferflocken oder was dem Malaienbär sonst noch schmeckt, vermengt sind.  Bali hatte wohl Mehlwürmer in ihrem Schredder/Mulch-Gemisch und musste sich Handvoll für Handvoll den Inhalt des Erdloches ausheben um dann die Leckereien zu finden.

The bear could, for example, like Bali did today spend 45 minutes working on a tube in the ground filled with mulch and chipped wood and off course a handful of mealworms or oats or whatever the individual bear likes in the mix. My guess is bali had mealworms in her much/chipped wood-blend and she virtually emptied out the tube to the core to even get the last of her treats.

Erdloch leer, dann eben die Orange!

Erdloch leer, dann eben die Orange!

Dies fand sie heute Morgen sogar leckerer als die noch unverspiesenen Orangen und ganz sicherlich fand sie das leckerer, als die Möhren, die noch auf ihrer Anlage verteilt waren. Kost fast nix, ist sinnvoll und lecker. So lob ich mir Enrichment!

She even preferred this to the oranges still lying around her enclosure and she most definitely preferred it to the leftover carrots ;-). This installation virtually costs nothing, is reusable, makes sense and apparently tastes delicious. So – that’s what I would call enrichment.

Dass Bali dabei beinahe einen allzu neugierigen Vogel gefangen hätte ist gut für den Vogel, aber schade für Bali. Vielleicht klappts ja beim nächsten Mal….

The fact that Bali almost caught one of the nosy birds is good for the bird but kind of a bummer for the bear. Maybe next time……

Johannes, der Bär, der nicht gerne alleine ist

Unverkennbar Frodos und Daras Vater

Unverkennbar Frodos und Daras Vater

Johannes wurde am 26. April 1996 im Tierpark Berlin geboren. Seine Mutter ist Tina und sein Vater war Krishnan, ein Wildfang aus Kambodscha.  Johannes ist eine Handaufzucht. Und damit enden auch schon sämtliche Vergleiche zu Johannes diversen Geschwistern.

Johannes was born at Berlin Tierpark on April 26th, 1995. His mother is Tina and his father was Krishnan, a wild catch from Cambodia. Johannes was hand raised by zookeepers and that is about all there is to compare him with all his siblings.

Johannes ist einer von zwei (!!) männlichen Malainbären in deutschen Zoos, die nachweislich zuchtfähig sind. Mangels Alternative hat er sich zeitlebens mit seiner Mutter vergnügt und ist fünffacher Vater. Seit der Geburt von Linh am 8. April 2011 lebt er weitestgehend alleine und eine weitere Zucht mit Tina ist nicht erwünscht.

Johannes is one of only two proven male breeding malayan sun bears in German zoos. Having no other alternative, he has been breeding with his mother and is a quintuple father. Ever since his last daughter Linh was born on April th, 2011 Johannes has mostly been living alone, as further breeding with Tina is understandably unwanted.

Johannes Mutter

Tina, Johannes Mutter

Mit einer neuen Bärin Cindy, die aus dem Zoo Decin im Tausch gegen seine Schwester Bärbel nach Berlin kam, verstand er sich anfänglich gut, bis zur ersten Paarung. Cindy reagiert seitdem derartig aggressiv auf Johannes, dass man die beiden Bären nicht mehr zusammen lassen kann. Im Tierpark Berlin vermutet man Verwachsungen an Cindy’s Fortpflanzungsorganen, die beim Deckakt zu großen Schmerzen führen, was auch die Aggression, die seit dem von Cindy ausgeht, erklären würde.

When Cindy, which moved to Berlin from Zoo Decin in exchange for Johannes sister Bärbel, Johannes got along well with the new female bear, but soon after mating for the first time Cindy turned very aggressive towards Johannes.  And it is out of the question to co-house those two bears any longer. The keepers in Berlin have so far guessed, that Cindy suffers some sort of vaginal connations that result in pain during mating. This would explain her new found but lasting aggression.

Johannes lässt es sich schmecken!

Johannes lässt es sich schmecken!

Johannes wird von seinen Pflegern als ein sehr sozialer Bär beschrieben, der nicht gerne alleine ist und genau das ist die Malaise, in der Johannes sich nun befindet. Er ist unfreiwillig Einzelbär. Man könnte diese Situation recht problemlos beenden, in dem man Johannes in den Burgers Zoo umziehen lassen würde und Frodo, Johannes Sohn wieder zuück nach Berlin brächte. Dann hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Im Burgers Zoo könnte man realistisch auf Nachwuchs hoffen und im Tierpark Berlin könnte man die Bären gefahrlos miteinander vergesellschaften, denn Frodo ist nachweislich zuchtunfähig.

Das einzige Bild, das ich von Krishnan habe

Das einzige Bild, das ich von Krishnan habe

Keepers describe Johannes a being a very social bear who does not like to be alone in general, which is, in and out of itself the dilemma Johannes is in. Being involuntarily single. A situation, that could be ended reasonably simple, if only Johannes would be send to Burgers Zoo in Arnheim in exchange for his son Frodo, who is a non-breeder. This would kill two birds with one stone by the way, Burgers Zoo would finally have a realistic chance of hope for offspring with their female bears and the Tierpark Berlin could without any fear of further breeding co-house their bears. Maybe even all together.

Warum das nicht geschieht, ist mir ein Rätsel!

Beats me, why this has not already been done.

Die Bilder von Johannes und Krishnan wurden mir freundlicherweise von den Pflegern im Tierpark Berlin überlassen. Danke, Ihr seid die Größten!

Pictures of Johannes and Krishnen have been given to me by the Berlin keepers. Thank you, you are the best!

 

Dara, der Superstar

Dara, 6 Wochen alt

Dara, 6 Wochen alt

Dara wurde am 02. März 2006 im Tierpark Berlin geboren. Tina und Johannes sind Daras Eltern.

Dara was born on March 2nd, 2006  at Berlin Tierpark. Tina and Johannes are Daras parents.

Dara war, wie ihre Geschwister Betty, Bärbel, Johannes, Frodo und Matu eine Handaufzucht, weil Tina einen übermäßig ausgeprägten Pflegetrieb hatte und, wie man auf einigen Bilder sehen kann, so intensiv an ihrer Tochter knabberte, dass sie kleine offene Wunden davon trug und das Pflegerteam eingreifen musste.

Dara, like her siblings Betty, Bärbel, Johannes, Frodo and Matú, was hand raised  because Tina was overly caring up to the point where she groomed small open wounds into her daughters fur, so the keepers had to once again step in.

Schmusestunde

Schmusestunde

Dara wurde über Panda, Gorilla & Co. zu einem der ersten Tierfernsehstars der Berliner zoologischen Einrichtungen,  bevor ein kleiner Eisbär diese Rolle übernahm.

Dara became one of the first TV stars of the zoo documentary Panda, Gorilla & Co. until  a little polar bear took over that role.

Mehr oder weniger zu der Zeit, als man im Tierpark Berlin geplant hatte, Dara und Tina wieder zu vereinen, stellte man fest, dass Tina ihr nächstes Kind erwartete und so wurde Dara mit ihrer Schwester Bärbel vergesellschaftet.

More or less around the time, when the keepers planned to reintroduce Dara and Tina, Tina became pregnant again, so Dara was introduced to her sister Bärbel instead.

Erkundungen im Aussengehege im Juli 2006

Erkundungen im Aussengehege im Juli 2006

Zwischen diesen beiden Damen kam leider keine große Liebe auf, sie schlossen eher eine Art Waffenstillstand und konnten miteinander die Tage in den Aussengehegen verbringen.

There was no love story between Dara and Bärbel, but they worked out a truce and therefore could live in the same outdoor enclosure.

Dara lebt heute zusammen mit ihrer kleinen Schwester Lailani im Sosto Zoo in Nyíregyháza.  Die beiden verstehen sich blendend und fühlen sich dort sehr wohl.

Today Dara lives with her younger sister Lailani at Sosto Zoo at Nyíregyháza. The two ladies get along well and are looking happy and content.

Dara sieht ihrem Bruder Frodo unglaublich ähnlich, beide haben ein eher dunkles Gesicht, wie man hier auf dem Bild von Ulli J. gut sehen kann.

Dara is the spitting image of Frodo, both have their fathers very dark face as can be seen on Ulli J.’s picture (Link above).

Dara bekommt den Bauch gekitzelt

Dara bekommt den Bauch gekitzelt

Die Bilder von Dara wurden mir freundlicherweise von den Pflegern im Tierpark Berlin überlassen. Danke, Ihr seid die Größten!

Pictures of young Dara have been given to me by the Berlin keepers. Thank you, you are the best!

Somnang und Rotana

Somnang (hinten) und Rotang (vorne) zerlegen die Anlage

Somnang (vorne) und Rotana (hinten) zerlegen die Anlage

Das Gewicht von männlichen Malaienbären kann man eigentlich in Gold aufwiegen. Es werden unverhältnismäßig mehr Weibchen als Männchen geboren und die Malaienbären, die in europäischen Zoos zu finden sind, sind in Teilen leider unfruchtbar.

The weight of a male malayan sun bear can be considered in one’s weight in gold. The ration between male and female newborns is out of is unequally distributed and on top of that, most of the mal sun bears in European zoos are non breeding or proven sterile.

Um so großartiger ist es daher, dass im Royal Zoo of Scotland in Edinburgh gleich zwei männliche Wildfänge zu finden sind.  Somnang und Rottana sind Brüder und kamen im Jahr 2010 sechsjährig nach Edinburgh.

So it is eben more fantastic, that the Royal Zoo of Scotland in Edinburgh received two wild caught male sun bears in 2010. Somnang and Rottana are brothers and arrived in Edinburgh being six years old.

Rotana, kann man gut am wunderbaren Kragen erkennen

Somnang, kann man gut am wunderbaren Kragen erkennen

Die beiden Brüder wurden ab einem Alter von ca. 4 Monaten als Haustiere gehalten und, nachdem sie zu groß für das Haustierdasein waren  in Käfige gesperrt und wurden daher konfisziert; der Zoo Edinburgh erhielt glücklicherweise den Vorzug vor einer Gallenfarm und beheimatet die Brüder bis zum heutigen Tage.

Both brothers were held as pets from the age of four months on, and only after they had grown out their cages they were confiscated; the Zoo Edinburgh luckily  was preferred to a bile farm and is able to house the two bears until this day.

Somnang ist der ruhigere der Beiden, Rotana der Abenteuerer in der Familie. Während Somnang in der ersten Zeit im Zoo nur an der Scheibe der Innenanlage hin und her lief, erkundete sein Bruder schon recht bald die Aussenanlage. Und weil er es alleine wohl recht langweilig fand, piesakte Rotana Somnang so lange, bis dieser zur Freude Aller in die Aussenanlage flüchtete. Einmal draussen gewesen, hat es ihm wohl auch gefallen, und so endete die Laufereien an der Scheibe.

Somnang is the more quiet of the pair and Rotana seem to be the adventurer in the family. While Somnang first did not even leave the indoor enclosure, Rotana was already exploring the outdoors. And – maybe because he was bored, Rotana started to pester his brother until Somnang finally ran outside. Once outside, he seemed to like it and hence the indoors time were cut short dramatically.

Sun bear enclosure

Nachdem die beiden die eigens liebevoll für sie hergerichtete ehemalige Eisbärenanlage (oben im Originalzustand) nach ihren eigenen Vorstellungen in ihre Einzelteile zerlegt hatten, begannen sie zum Erstaunen der Pfleger Schlafnester in den Bäumen zu bauen.

After both bears rearranged the newly designed former polar bear enclosure (see original setting on picture) according to their taste, both began to build nests in trees – to everyones surprise.

Prügeln ist der beste Zeitvertreib

Prügeln ist der beste Zeitvertreib

Theoretisch würde der Zoo Edinburgh gerne einen der beiden Brüder gegen eine Malaienbärin tauschen, dazu ist es aber leider noch nicht gekommen. Warum weiss der Teufel…. aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, genug Malaienbärinnen in europäischen Zoos gibt es ja ausreichend.

Theoretically the Zoo Edinburgh would love to breed these great animals, and therefore would like to swap one male for a female but this has not happened yet. Why? Beats me! But one should not giveup hope, there is certainly no shortage of female malayan sun bears in European zoos.